Zwingerhusten: Das müssen Sie wissen

Wenn Ihr Hund hustet, kann er sich mit dem Zwingerhusten infiziert haben. Die Erkrankung sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn ohne Behandlung durch den Tierheilpraktiker oder Tierarzt kann es zu einer Bronchitis oder gar Lungenentzündung kommen. 

Als wir vor ungefähr drei Jahren mit unserem Hund Derrick im Urlaub waren, fing er plötzlich an zu husten. Es klang furchtbar und wir hatten keine Ahnung, was mit unserem Hund los ist. Eine Allergie? Etwas in der Luftröhre? Derrick machte einen geschwächten Eindruck. Er frass und trank aber normal. Da der Husten immer schlimmer wurde, gingen wir zum Tierarzt. Diagnose: Zwingerhusten. Ich muss ehrlich gestehen, dass mir eine derartige Erkrankung bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt war. Derrick bekam vom Tierarzt ein Antibiotikum und einen Hustensaft, der den Schleim löste. Ohne Behandlung kann es zu Komplikationen bis hin zu Bronchitis oder Lungenentzündung kommen. Nehmen Sie die Erkrankung also nicht auf die leichte Schulter und suchen Sie bei Symptomen einen Tierheilpraktiker oder Tierarzt auf.


Achtung: Zwingerhusten ist ansteckend

Der Zwingerhusten ist eine hoch ansteckende Erkrankung beim Hund und betrifft die oberen Atemwege. Die Ursachen für das Auftreten eines Zwingerhustens sind unterschiedlich. Je nach Infektionsquelle lösen Viren oder Bakterien die Erkrankung aus. Oft tritt diese Erkrankung im Herbst auf. Vergleichbar mit dem Grippevirus bei Menschen, der ebenfalls zu dieser Zeit vermehrt auftritt. Hat sich ein Hund mit dem Zwingerhustenkomplex infiziert, dauert es bis zum Auftreten der ersten Krankheitszeichen (Inkubationszeit) zwischen 2-30 Tage. Körperliche Anstrengung ist in dieser Zeit zu vermeiden. Ihr Vierbeiner ist angeschlagen und braucht vor allem Ruhe. Legen Sie dem Hund bei Spaziergängen kein Halsband an, sondern besser ein Brustgeschirr. So vermeiden Sie einen für den Hund unangenehmen Zug auf dem Hals. Und ganz wichtig: Aufgrund der Ansteckungsgefahr, ist der an Zwingerhusten erkrankte Hund dringend von anderen Hunden zu isolieren. 

 

Beachten Sie folgende Tipps, damit es Ihrem Vierbeiner bald wieder besser geht: 

  • Vermeiden Sie Stress
  • Geben Sie Ihrem Hund weiches Futter
  • Sorgen Sie für eine warme, geborgene und vor allem ruhige Umgebung
  • Ein Luftbefeuchter kann Ihrem Vierbeiner helfen
  • Desinfizieren Sie die Näpfe
  • Geben Sie ihm Hustensirup ohne Alkohol und ohne Xylit (Birkenzucker)
  • Falls Sie rauchen, nicht in der Gegenwart Ihres Hundes!

So kann man dem Zwingerhusten vorbeugen

Zwingerhusten ist keine seltene Erkrankung. Gerade an Orten, wo viele Hunde zusammenkommen, wie beispielsweise Pensionen, Hundeschulen, Betreuung, kann sich der Erreger sehr schnell verbreiten. Eine Impfung – vorzugsweise intranasal – ist möglich, die Krankheit kann allerdings trotz Schutzimpfung ausbrechen, da nicht gegen alle Erregerstämme geimpft werden kann.

 

Autorin: Julia

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